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MAIK ANTRACK Beiträge

Tourblog / 10.09.12

Heyho!

Grüße aus Osnabrück. Gerade sind wir vom Frühstück heimgekommen und haben nun etwas Zeit zum Rumhängen. Heute ist ein Tag off, nix zu tun außer den sonnigen Frühherbst in Osnabrück zu genießen. Gestern spielten wir in einer Bar, die inmitten einer Cinema-Shopping Mall eingerichtet ist. Davor stand so groß wie ein T-Rex ein goldener Oscar. Staunend stand ich davor und beäugte das riesige Wesen. Ich ging zu seinen gigantischen Füßen und kratzte an den Zehennägeln, ob das Gold denn echt wäre. Tatsächlich! Einen goldenen Zehennagel wollte ich auch schon immer mal haben, wenn ich Oscar das Teil abschneiden würde, wäre das der wertvollste Zehennagel der Welt. Ähm, ja.

Das Konzert gestern Abend war cool aber auch etwas träge. Das lag wohl daran, dass wir unser Abendessen erst nach dem Gig essen wollten. Später gab es Karaoke und während ich im Sessel die Pizza genoss, versuchten sich die aufstrebenden SängerInnen an den Hits die man so kennt. Unterhaltsam!

Am Tag davor spielten wir in Bückeburg. In der Gegend gibt es lustige Orte wie zum Beispiel Himbergen. Als einziger Deutscher konnte ich das nur allein beschmunzeln. Aber dann. Über Rad- und Wanderwege gelangten wir dann in die Schraubbar. Ein Club, ein Rockerladen, eine Kneipe, von allem etwas. Innen sah es aus wie in einer gigantischen Turbine. Alles war mit Metallpanelen abgehangen, die Bar war ein ausgeschlachteter Bus. Es roch nach der Mischung von Öl und Staub, alt und abgestanden. Lecker für jeden Techniker. Draußen ein altes Gebäude, das seine Glanzzeiten wohl schon vor 40 Jahren hatte. Und dann standen da überall alte Maschinen herum. Für’n Ackerbau und für’s Rennen, für die Kinder und für die Schrauber. Die Schraubbar ist auch eine mietbare Werkstatt für den Hobbyschrauber. So kam es dann, dass ich mich nicht erwehren konnte und diese ganzen Maschinen ausprobieren musste. Da die schon vom Gras eingewachsen waren, musste ich wenigstens drauf rumklettern und die Gänge ausprobieren. Als Reuben, Steve und Gidi dann noch mitmachten, war die perfekte Location für ein Bandfoto gefunden. Tada!

for ‚ya old rednecks: Kill Gidi-action with Sarah!

 

Deckenbeleuchtung

Auf http://stevewaitt.tumblr.com/ schreibt Steve selbst einen Tourblog

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Tourblog

Hey!
Gestern Abend hatten wir das erste Konzert in der Nähe von Hannover. Die Gegend nennt sich Wedemark und wir spielten in einem sehr fein hergerichteten mittelalterlichen Haus. Nachdem ich am Abend zuvor die Sicherungshalterung meines Bassverstärkers nicht mehr herausbekommen habe, konnte ich gestern in vollen Zügen den Sound meines Mesa Boogie Bass 400+ genießen!

Die Geschichte mit der Sicherung ist diese: Ich brauchte Ersatzsicherungen. Dafür baute ich sie aus dem Verstärker aus und schickte Steve Donnerstag damit in den Laden. Die Sicherung steckt in einem Halter, der steckt im Verstärker. Als wir uns am Abend im Intersoup in Prenzlauer Berg dann trafen, bekamen wir die Sicherungshalterung aus dem Verstärker nicht mehr heraus. Wir mussten ja wieder eine neue Sicherung einbauen. Die Halterung war vorn aus Plastik und wenn man da fünf Mal mit dem Schraubenzieher dran war, war’s das dann auch schon gewesen. Abgenutzt, rundgeschraubt, Matsch! So verblieb das Teil im Verstärker, ich konnte keine Sicherung einbauen und aus blieb das Ding. Fünftausend meiner Nervenzellen sprangen freudig ins Nirvana! Mit dem Taxi haben wir einen neuen Verstärker einfahren lassen. Mit Verspätung fingen wir an. Ich spielte auf nem guten alten Regent Verstärker, der aber nicht sehr kräftig war.
Nach dem Konzert, es war gegen zwei, war ich Zuhause und wollte diese olle Halterung raus haben. Erst habe ich es mit einem erhitzten Schraubenzieher probiert. Frei nach dem Motto: SCHMELZE ein neues Loch in die PlasteElaste um dann wieder schrauben zu können. Ne, ging nicht. Dann habe ich mit einer Schraube Erfolg gehabt. Mit Kraft reingewürgt, das passt. Und raus war die Halterung. Das hat sie aber nicht gemocht, kapuouut! Gegen drei war ich dann entnervt im Bett und stand halb neun wieder auf der Matte. Ab in einen Elektronikladen und nach kurzer Suche habe ich tatsächlich das Objekt der Begierde gefunden, heim gedüst, Sicherung rein und den neuen Sicherungshalter hineingeschraubt. (Der ist nun diesmal zum Drehen, mit der Hand juhu!) Stromkabel, jepp. Und dann *klipp*.
Dunkel leuchtet die violette Kontrollleuchte. YES!

Das Konzert gestern Abend war dick! Groovegroovegroove! Zwei Sets voller Originale und ein paar Coversongs. Wir hatten lecker Kuchen und Brötchen zum Futtern, dazu ausgewählte Säfte. Am Abend hatte Steve mit seinen Sicherungen zu kämpfen, er benutzt Instrumente mit amerikanischer Spannung und die Transformatoren arbeiten nicht immer toll. Wir tauschten ein paar Songs in der Setliste, die Steve weiter hinten im Programm am Flügel spielte. Aber alles in Allem ein wunderbarer Abend. Und entzückend wie ein paar hundert groovende Köpfe Endvierziger Zuschauer umherwippen können. 🙂

Zum Abschluss noch das Bild des ollen Halters:

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